3. Bewegte und bewegungsfreudige Schule

Bei uns gehört Bewegung zum Unterrichtsprinzip. Modifizierungen im Stundenmodell und Bewegte und bewegungsfreudige Schule: Das Gymnasium Norf schafft bewusst sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts Bewegungsanlässe, um den Schülerinnen und Schülern einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrem Körper und ihrer Gesundheit zu vermitteln. 

Die außergewöhnlich gut ausgestattete Sporthalle bildet die Keimzelle für einen vielfältigen und modernen Unterricht. Aus dem Sportunterricht erwächst in jedem Jahrgang eine altersangemessene Sportaktion für jede Stufe. Dazu gehören tradierte Formate wie die Bundesjugendspiele (Stufen 5 und 6), gesundheitsorientierte Laufformen wie der „Stundenlauf“ (60 Minuten langsam und gesund) sowie die Mittelstufenfeste der jeweiligen Stufen, welche die Vielfalt an Interessen und Talenten ansprechen und an zentrale Unterrichtsvorhaben angelehnt sind. Das Gymnasium Norf nutzt konsequent die lokalen Lagevorteile. Die unmittelbar angrenzende Bezirkssportanlage, die Lauf- und Radstrecken am Norfbach und die direkt vorhandenen Wiesen- und Sportfelder auf dem Schulgelände bieten Bewegungsanlässe auf dem Schulweg, in den Pausen und im Schulsport. Die gelebten lokalen und nachhaltigen Partnerschaften, vor allem mit dem TSV Norf (gemeinsame Nutzung des Health Centers im Schulgebäude, der Außenfitnessanlage und der Tennisanlage), erweitern den Bewegungsraum qualitativ. Dieser Bewegungsraum endet nicht am Norfbach: So wird zum Beispiel der nahe gelegene Sandhofsee in AG-Formaten (Kooperationsvereinbarungen im Kanu und Rudern, Landesmeisterschaften) oder bei Projektwochen (z. B. Stand-up-Paddling) häufig genutzt. 

Besonders intensiv ist die gelebte Zusammenarbeit beim Golfen auf der wenige Minuten entfernten Golfanlage „Hummelbachaue“ in Form von Arbeitsgemeinschaften und Schulteams bei Jugend trainiert für Olympia. Aber auch in der eigenen Halle werden AG-Formate der großen Sportspiele wie Handball oder Volleyball angeboten. Aufgrund der Kooperation mit dem Schwimmverein fahren die Schwimmteams seit vielen Jahren zu den Schwimmwettkämpfen. Darüber hinaus ist eine Schwerpunktsetzung der Schullaufbahn auf Sport und Bewegung möglich. Schon ab der Stufe 7 können interessierte Lernende an der Sporthelferausbildung teilnehmen und z. B. bei den inklusiven Sportfesten anderer Schulen mithelfen. Das Wahlpflichtfach „SpoBiG“ zeichnet sich durch fächerübergreifenden Unterricht und die Betrachtung von sportlicher Bewegung und Biologie in den Jahrgangsstufen 9 und 10 aus. In der EF wird das Schneesportkompaktseminar angeboten, welches sowohl in der Skihalle Neuss als auch in den Alpen praktische und theoretische Anteile zusammenführt. Der wissenschaftspropädeutische Zuwachs wird durch Sporttheoriekurse in der EF, den Sportleistungskurs und die wählbaren Profilgrundkurse in der Qualifikationsphase ermöglicht. Dort wird auch der Profilkurs „Fitnesstrainer-Basis-Lizenz“ angeboten, der eine Ausbildung von Multiplikatoren für die Bewegungs- und Gesundheitserziehung durch die Zusammenarbeit mit dem IST-Studieninstitut Düsseldorf ermöglicht. Wir unterhalten zahlreiche Kooperationen im Sportsektor, sowohl mit lokalen Vereinen – z. B. im Bereich der Kraftraumnutzung – als auch durch ein breites Sport-AG-Angebot. Bewegungsanlässe werden zudem im Bereich der nachhaltigen Mobilität durch die aktive Teilnahme und Förderung des Radfahrens geschaffen. Für den kommunalen Wettbewerb „Stadtradeln“ bietet die Schule deshalb Mitmachformate wie gemeinsame thematische Fahrten, die Anbindung an den Sportunterricht (sicheres Radfahren) und die Unterstützung von inklusiven Radevents (Tandemfahren) an. 

Das Gymnasium Norf ist mehrfach mit dem Gütesiegel „Gute gesunde Schule“ ausgezeichnet worden. Zudem ist das Gymnasium Norf in der Landesinitiative BuG (Bildung und Gesundheit) vernetzt und entwickelt so weitere Ansätze einer gesundheitsorientierten und bewegungsfreundlichen Schule weiter.

Exzellenzcluster Sportförderung 

Die Förderung von Bewegung und Sport ist am Gymnasium Norf zu einem Exzellenzcluster der Sportförderung entwickelt worden. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern eine duale Entwicklung von gymnasialer Bildung und leistungssportlicher Karriere zu ermöglichen. Dabei kooperiert die Schule eng mit der Leistungssportregion Rhein-Kreis Neuss und dem Olympiastützpunkt Rheinland/Köln. 

Die Sportförderung umfasst die Sportklasse und die darauf aufbauende Anschlussförderung. Die Sportklasse bietet von Stufe 5 bis 10 einen speziell abgestimmten schulischen und sportlichen Rahmen. Optimierungen des Schulalltags werden mit zusätzlichem Athletik- und Motoriktraining, vielfältigen Bewegungserfahrungen sowie sport- und erlebnispädagogischen Angeboten verbunden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Teamfähigkeit, Selbstverantwortung und Sozialkompetenz. 

Ab Stufe 8 ermöglicht die Anschlussförderung auch Schülerinnen und Schülern aus den Parallelklassen eine gezielte Unterstützung ihrer leistungssportlichen Entwicklung. Individuelle Trainingsmöglichkeiten, schulische Profilierungsangebote und eine enge Abstimmung mit den sportlichen Strukturen schaffen dabei eine passgenaue Verbindung von Schule und Leistungssport. 

Besonders leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler werden im Top20- bzw. Junior-Top20-Programm individuell begleitet. Für Kaderathletinnen und -athleten werden schulische Rahmenbedingungen flexibel angepasst und gemeinsam mit Familien, Vereinen und dem Olympiastützpunkt Lösungen entwickelt, die schulischen Erfolg und sportliche Höchstleistung miteinander vereinbaren. 

Die Sportförderung verstehen wir zugleich als pädagogisches Entwicklungsfeld für die gesamte Schulgemeinschaft. Dies zeigt sich insbesondere in der ab 2026/27 geplanten inklusiven Special Olympics-AG in Kooperation mit der Förderschule Nordpark. Gemeinsames Training und inklusive Wettbewerbe verbinden hier Sport, Begegnung und Teilhabe und erweitern das Exzellenzprofil um eine wichtige Dimension: Leistung und Inklusion werden als sich ergänzende Werte verstanden. 

Schulentwicklungsziele in diesem Bereich: 

    • Stärkung der sozialen Verantwortung durch Sport (u.a. durch inklusive Angebote mit Kooperationspartnern) 
    • Mehr Bewegung im Unterricht durch unterschiedliche Maßnahmen im laufenden Schuljahr