Nicht alle Gymnasien sind gleich

Schulen haben in NRW zwar den gleichen strukturellen Rahmen, dennoch gibt es Unterschiede, auch innerhalb ein und derselben Schulform. Schulentwicklungen ergeben sich aus den Initiativen der Lehrkräfte, Lernenden und Eltern, die in bestimmte Bausteine des Schulprogramms münden. Insofern ist ein Schulprogramm nie statisch, sondern wird praktisch durch jeden Beschluss der Schulkonferenz neu beeinflusst und findet sich in einem stetigen Prozess zur Sicherung und Verbesserung der Qualität unserer Arbeit. Dies geschieht immer auf der Basis unseres Leitbildes, das wir innerhalb der Klammer „Einheit in Vielfalt #gutzusammenleben“ wie folgt beschreiben:

Einheit in Vielfalt

Wir sind ein großes Gymnasium mit Schwerpunkten in den MINT-Fächern, insbesondere Informatik, breitem Fremdsprachenangebot mit Latein-Schwerpunkt ab Klasse 5 sowie einem Sportprofil, das bis zum Leistungskurs im Abitur führen kann. Das Lernen mit digitalen Medien ist bei uns integraler Bestandteil der Unterrichtsentwicklung. Durch diese Vielfalt können unsere Schülerinnen und Schüler die Lernbiografien individuell gestalten und ihre persönlichen Neigungen dabei miteinbeziehen.

Wir legen durch besondere organisatorische Strukturen großes Augenmerk auf die Gesundheit aller Mitglieder unserer Schulgemeinschaft. Salutogenes Leitungshandeln durch Lehrkräfte und Schulleitung ist für uns prägend als gute und gesunde Schule. Unsere Bildungsarbeit hat den Anspruch, den Leistungsaspekt mit einer entspannten Arbeitsatmosphäre zu verbinden. Dazu gehört es, dass Respekt und gegenseitige Wertschätzung für die gesamte Schulgemeinschaft oberste Prinzipien sind.

Wir haben uns als erstes Neusser Gymnasium der gesellschaftlich gewünschten Aufgabe des inklusiven Lernens gestellt. Dabei fokussieren wir durch intensive Vorbereitung und gezielte Fortbildungen in Zukunft die zielgleiche Inklusion.

#gutzusammenleben

Unsere Ausgangslage

Wir verstehen uns als Stadtteilgymnasium des Neusser Südens. Das Einzugsgebiet unserer Schule umfasst einen Teil der Innenstadt von Neuss (fast 160.000 Einwohner) und zusätzlich zahlreiche südliche Stadtteile. Besonders der gewachsene alte Stadtteil Norf, zu dem etwa 11.000 Einwohner zählen, bildet den Kern unseres Einzugsgebiets. Unter den Eltern finden sich sehr häufig zwei Berufstätige, was u.a. dazu führt, dass unser flexibles Ganztagsangebot sehr gerne angenommen wird. Insgesamt hat das Gymnasium Norf 1.288 Schülerinnen und Schüler (Stand April 2024). Davon sind 682 Jungen und 606 Mädchen. 524 Schülerinnen und Schüler stammen aus Familien mit einer weiteren Sprache neben Deutsch. Aktuell unterrichten 97 Lehrerinnen und Lehrer sowie vier Referendarinnen und Referendare diese Kinder.

Unsere Schulentwicklungsvorhaben

Unsere aktuellen Schulentwicklungsvorhaben entwickeln sich aus unserem Leitbild und gehen nachhaltig und teilweise jahresübergreifend aus den Schulentwicklungszielen des Vorjahres hervor. Sie lauten:

    1. Gesundes Klima schaffen – Schaffung eines gesunden Lern- und Lebensraumes für alle Mitglieder der Schulgemeinde unter besonderer Berücksichtigung der Schülerinnen und Schüler. Dieser Lebensraum ist gekennzeichnet von einem respektvollen Umgang gepaart mit Offenheit und guter Kommunikation und fördert so das Miteinander in der Schule und der Welt.
    2. Lehrergesundheit fördern – Umsetzung von salutogenen Maßnahmen zur messbaren Verbesserung des Gesundheitszustandes der Lehrkräfte und Erweiterung der gesundheitsfördernden Organisationsentwicklung durch Lehrersport, Ruheraum, Firmenfitness im TSV, Turnraum).
    3. Digitale Medien nutzen – Vertiefte Unterrichtsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des fächerspezifischen Einsatzes von digitalen Medien mit Schwerpunkt Lern-Apps und Festschreibung verbindlicher Standards in den schulinternen Lernplänen.
    4. Lernkultur entwickeln – Neu- und Weiterentwicklung von Lernarrangements und -profilen zur individualisierten, interessengeleiteten und bedarfsorientierten Lernförderung.

Nach diesen Schulentwicklungsvorhaben sind auch unsere Fortbildungen ausgerichtet. Sie münden in fünf Arbeitsfelder, die im Folgenden in den einzelnen Kapiteln genauer beleuchtet werden.

Schulprogrammarbeit und Schulprofilanalyse

"Der größte Feind des Fortschritts ist nicht der Irrtum, sondern die Trägheit."

- Henry Thomas Buckle

1a. Individualisierung guten Unterrichts

Eine Basis für die individuelle Leistungsentwicklung und -förderung schaffen

1b. Fördern auf jedem Kompetenzniveau

Von Defizit bis Hochbegabung

2. Schulentwicklung und Fortbildungsarbeit

"Stillstand ist Rückschritt".

3. Bewegte und bewegungsfreudige Schule

Wir bleiben in Bewegung - im Unterricht und außerhalb.

4. Kernkompetenz Inklusion

Umgang mit Vielfalt – heterogene Lernvoraussetzungen als Herausforderung: Individuelle Förderung und Inklusion.

5. Ausgezeichnete Schule

Wir stellen uns dem Wettbewerb, um wirklich gute Schule zu machen.

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Unser Schulprogramm

Laden Sie hier unser komplettes Schulprogramm herunter.

Konkrete Schulentwicklungsziele für 2026/2027

Im Laufe des Schuljahres umzusetzende Ziele:
  • Durchführung des Programms zur Mobbing Prävention (gemeinsam Klasse sein) 
  • Lärm-Checkliste flächendeckend auf alle Räume ausrollen. 
  • Rahmung der KI-Nutzung. 
  • Entwicklung eines Konzepts und Durchführung der Schulung zur Laienreanimation in den ersten beiden Jahrgangsstufen. 
  • Die Sportprofilklasse wird konzeptionell in die Mittelstufe ausgeweitet und mit neuen Förderangeboten ergänzt. 
  • Optimierung der Kommunikationsstruktur insbesondere durch die Einbindung der Eltern in das WEBUNTIS System und der Möglichkeit, zentral Geld bargeldlos einzusammeln 
  • Nutzung der „Bewegungsboxen“ auch in Klassen, die nicht Sportklasse sind. 

 

Langfristige Ziele, die in diesem Schuljahr weiterentwickelt werden
  • Vertiefte Ausgestaltung des Medienkompetenzrahmens, insbesondere Unterrichtsentwicklung durch den fächerspezifischen Einsatz von digitalen Medien 
  • Erweiterung der datengestützten Schulentwicklung durch:
    • Umsetzung des Schülerfeedbacks am Ende des Schuljahres 
    • Einführung von VERA 5 als Pilotschule 
  • Didaktisch-pädagogische Ausgestaltung der Ausbaureserve im Souterrain 
  • Evaluation der Schulfahrt nach Rom