Auf Studienfahrt im Allgäu

Sonntagmorgen am Kölner Hauptbahnhof: Viel zu frühe Uhrzeit und trotzdem sehr viel Vorfreude auf die kommende Woche im Allgäu. Nach einigen Stunden Zugfahrt kamen wir am frühen Nachmittag schließlich in Nesselwang an und konnten erstmal mit der Sommerrodelbahn fahren.

Später am Abend haben wir quer durchgemischt Tischtennis-Rundlauf gespielt. Da wurde wirklich über jeden misslungenen Ball genauso gelacht wie über die richtig guten, sodass der erste Abend direkt ein schöner Start in die Woche wurde.

Am Montag ging es in den Kletterpark, wo für jeden von uns etwas dabei war. Viele kletterten direkt ganz oben auf dem schwierigsten Parcours, während Herr Siermann mit Höhenangst sehr stolz von den mittleren Parcours aus winkte. Abends haben wir gemeinsam gegrillt und danach natürlich auch unseren Tischtennis-Strike weiter aufrechterhalten.

Der Dienstag begann zu einer Uhrzeit, zu der man normalerweise noch nicht freiwillig ans Wandern denkt. Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg zur Mittelstation des Alpspitzberges. Oben angekommen waren wir alle ziemlich verschwitzt, außer Atem und froh über die Pause. Als dann aber die goldrote Sonne hinter den Bergen aufging, waren wir uns alle einig, dass sich das frühe Aufstehen absolut gelohnt hat.

Viel Zeit zum Erholen blieb danach allerdings nicht. Nach dem Frühstück stand schon unsere 60km- E-Mountainbike-Tour an. Unser Ziel war der Vilsalpsee, der mit dem türkisfarbenen Wasser direkt zwischen den Bergen – einige waren sogar noch baden – definitiv einer der schönsten Stopps der Fahrt war. Wieder zurück konnten wir den Abend gemeinsam verbringen und uns etwas ausruhen, wobei wir natürlich trotzdem nicht aufs Tischtennisspielen verzichteten.

Am Mittwoch wurde es dann ziemlich traditionell. Beim Viehscheid in Nesselwang konnten wir miterleben, wie die Rinder nach ihrem Sommer auf den Alpen wieder ins Tal getrieben wurden. Dort werden die Tiere ihren jeweiligen Bauern zugeteilt, daher kommt auch der Name „Viehscheid“.

Nachdem wir die geschmückten Kühe und die vielen Einheimischen in Dirndl und Lederhosen gesehen hatten, konnten wir uns entscheiden, ob wir nochmal Sommerrodelbahn fahren oder in den Splash-Wasserpark gehen wollten. Dort entstand unter den Jungs und Herrn Siermann ein richtiger Sprungwettbewerb, bei dem jeder Sprung noch verrückter wurde als der davor.

Am Abend waren wir bei der Schützengesellschaft Edelweiß e.V. Nach dem Schießturnier bestellten wir erstmal ganz viel Pizza für alle. Bei der späteren Siegerehrung mussten wir besonders lachen, als ausgerechnet der Letztplatzierte der Zehnerserie den Pokal für den genauesten Schuss überreicht bekam.

Donnerstag stand München auf dem Programm. In mindestens Dreiergruppen durften wir die Stadt frei erkunden und hatten dazu eine Fotochallenge: ein Foto vor einem außergewöhnlichen Laden, eins beim Mittagessen, eins vor einer Sehenswürdigkeit und natürlich auch eins mit etwas typisch Bayerischem. Unsere Gruppe wurde dementsprechend ordentlich mit Fotos bombardiert.

Am Freitag fuhren wir nach Füssen. Zuerst waren wir am Lechfall und liefen danach am Alpsee entlang bis hoch zur Marienbrücke. Von dort hatten wir einen richtig schönen Blick auf Schloss Neuschwanstein. Später ging es zum Abschluss des Tages noch ins Schwimmbad.

Am Ende war die Woche vor allem deshalb so schön, weil wir unglaublich viel zusammen erlebt haben. Beim Wandern, Mountainbikefahren, Tischtennisspielen oder einfach abends beim Zusammensitzen, es gab jeden Tag etwas, worüber wir noch lange gelacht haben.

Nach einer Woche voller Programm ging es am Samstag schließlich ziemlich müde, aber mit vielen Erinnerungen wieder zurück nach Köln.

– Ein Bericht von Lena Behr (Q2)

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