Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, da es zur Einführung der Tablets sicherlich einige Fragen gibt, haben wir versucht, alle relevanten Fragen für Sie und Euch kompakt in einer FAQ zusammenzufassen (Download als PDF). 

Im Folgenden tauchen zwei Vokabeln auf, die wir vorab kurz erklären möchten: Der Schulträger ist die Stadt Neuss. Die ITK Rheinland ist der kommunale IT-Dienstleister im Namen und Auftrag der Stadt Neuss.

Didaktische Fragen finden Sie unter den Nummern 1-25, technische Fragen unter den Nummern 26-39 und Fragen zum Erwerb und der Versicherung unter den Nummern 40-51.

Gerätevorgaben für das standardisierte Schülertablet

  • Apple iPad 2019, 10,2" mit 32 GB (optional bis 128 GB), WiFi
  • Logitech Crayon
  • schulgeeignete Schutzhülle

Diese Vorgaben haben pädagogische Gründe. Weitere Informationen dazu in unserer FAQ.

  

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, da es zur Einführung der Tablets sicherlich einige Fragen gibt, haben wir versucht, alle relevanten Fragen für Sie und Euch kompakt in einer FAQ zusammenzufassen (Download als PDF). 

Im Folgenden tauchen zwei Vokabeln auf, die wir vorab kurz erklären möchten: Der Schulträger ist die Stadt Neuss. Die ITK Rheinland ist der kommunale IT-Dienstleister im Namen und Auftrag der Stadt Neuss.

Didaktische Fragen finden Sie unter den Nummern 1-25, technische Fragen unter den Nummern 26-39 und Fragen zum Erwerb und der Versicherung unter den Nummern 40-51.

Gerätevorgaben für das standardisierte Schülertablet

  • Apple iPad 2019, 10,2" mit 32 GB (optional bis 128 GB), WiFi
  • Logitech Crayon
  • schulgeeignete Schutzhülle

Diese Vorgaben haben pädagogische Gründe. Weitere Informationen dazu in unserer FAQ.

  

1) Wie sollen die Tablets eingesetzt werden? Was wird mit den Tablets gemacht? (25.04.2020)

Der Einsatz erfolgt da, wo es den FachkollegInnen sinnvoll erscheint, gerne in Unterrichtsreihen, aber auch in einzelnen Stunden. Ebenso ist es erwünscht, dem Medium kritisch zu begegnen und z.B. ganz bewusst Reihen oder Einzelstunden ohne Tablet durchzuführen. Durch das Tablet und das intensiv fortgebildete Kollegium wird eine exzellente Umsetzung der Lehrpläne inklusive des Medienkompetenzrahmens NRW erst möglich. Beispiele: Aufgaben mit Selbstkontrolle, simple Einsetzübungen, wie im Fremdsprachenunterricht, Präsentationen in allen Fächern, Recherche in allen Fächern, Vokabellernen, Filmmaterial in Naturwissenschaften, Kameranutzung in Sport, Ersatz für ein Hausaufgabenheft, Programmierung/Coding, insbesondere in Vertretungsstunden sehr einfach und sinnvoll einsetzbar. Der Einsatz erfolgt immer da, wo Unterricht einfacher, effektiver, intuitiver, vertiefter, kurzum angereichert und abwechslungsreicher wird.

 

2) Wie viele Lehrkräfte nutzen die Tablets bereits? Welche Schulungen gab es? (25.04.2020)

Inzwischen nutzen 100% des Kollegiums das Tablet regelmäßig zur Unterrichtsvorbereitung, Klassenbuchverwaltung, plattformbasierten Kommunikation und vor allem im Unterricht.

Folgende Schulungen sind seit dem Jahr 2015 durchgeführt worden:

Schulinterne Veranstaltungen oder Veranstaltungen des KT Neuss

  • „Entwicklung von Medienkompetenz im Unterricht“ – G. Frühling, Medienberaterin, 5/15
  • „Einsatz grafikfähiger Taschenrechner“ – R.E. Hildebrandt (Moderator e-Team des Kompetenzteams für den Rhein-Kreis Neuss) 5/15
  • „Mediengestützter Unterricht mit Tablet und moodle“ – M. Albrecht-Herrmanns (Medienberater), 9/2015
  • „Handhabung von Tablets“ - P. Patten (zertifizierter Apple-Trainer), 2/17
  • „Apps im Unterricht“, Vorstellung von Lernarrangements rund um die Tablets von KollegInnen für Kolleg/innen, Kollegen: Kühn, Roeder, Claßen-Brinkmann, Schickhaus, Knopf, Busch... 9/2017
  • „Umgang mit SCHILD NRW“, Kollege A. Roeder, 9/2017
  • „Umgang mit Webuntis“, Kollegin T. Goetz, 9/2017
  • „Apps zur individuellen Förderung – von Lernbehinderung bis Hochbegabung“, Kollege T. Stecken, 02/2018
  • Vertiefung SCHILD-Workshop A. Röder, 02/2018
  • Vertiefung Webuntis-Workshop T. Goetz, 02/2018
  • „Die neue Datenschutzverordnung“, R.E. Hildebrandt, Behördlicher Datenschutzbeauftragter für Schulen im Rhein-Kreis Neuss 9/2018
  • Erwerb des Apple-Teacher-Zertifikats von über 30% des Kollegiums
  • „Datenmanagement & Dokumentation“ – P. Patten (zertifizierter Apple-Trainer), 3/2019
  • Vier verschiedene Workshops im Rahmen des Päd. Tages (Keynote, Clips, Green Screen, Coding Calliope) – Trainer der GfdB (Gesellschaft für digitale Bildung), 9/2019
  • Fortbildung App „Classroom“, Trainer der GfdB, 9/2019
  • Schulung des gesamten Kollgiums zum Thema Unterricht per Videokonferenz 04/20

 

Schulexterne Fortbildungsveranstaltungen:

  • stetige Teilnahme an regionalen Netzwerktreffen der Medienberater Villa Wewersbusch – mehrtägiger Expertenkongress – Lernen und Lehren mit digitalen Technologien, S.Kremer, B. Bauer, U. Hübschen, S. Kühn, K. Schickhaus 3/2017
  • „Schulleitung in der digitalen Welt", Medienberatung 11/2017, S. Kremer, K. Schickhaus, N. Ehm, C. Noll
  • Mehrtägig: „Apple education leadership summit“ mit Leadership-Briefing Changemanagement und Kreativworkshop Coding: Stefan Kremer, Raoul Zühlke, Karin Schickhaus, Stefanie Kühn, Micha Hoekstra, London 1/2018
  • Messe-Besuch „Bett-Show - Information Technology in Education“, Stefan Kremer, Raoul Zühlke, Karin Schickhaus, Stefanie Kühn, Micha Hoekstra, London 01/2018
  • Hospitation in der OBS, Gehrden (Apple Distinguished School): S. Kühn, M. Hoekstra, Hannover Gehrden 02/2018
  • Fachtagung: Bildungskongress Digitale Schule; Oberursel 04/2018; S. Kremer, E. Lemm, T. Stecken, C. Noll
  • Fachtagung Perspektive Begabung SMART fördern S. Kremer, A. Röder, T. Goetz, K. Schickhaus, S. Kühn, N. Ehm, M. Hoekstra, A. Möller Köln 5/2018,
  • Barcamp Medien, M. Claßen-Brinkmann Medienzentrum RKN, 6/2018
  • Medienkompetenzrahmen: Schützen und sicher agieren, im Medienzentrum des Rhein- Kreis- Neuss, 6/2018, S. Kühn, B. Bauer,
  • Visionary Leadership Event 9/2018 in Düsseldorf; S. Kremer, S. Kühn, C. Noll „Digitalisierung von Schule: Strategie-Briefing für kommunale Entscheider“ am 11/2018 in Düsseldorf: Dr. R. Zühlke
  • iPad-Administrator, Apple N. Ehm, 9/2018
  • „Digitalisierung von Schulen“ in Düsseldorf: Medienteam Norf
  • Aufnahme in die Deutsche Schulakademie: „Leitungsfortbildungen“ für verschiedene Mitglieder des Hauses
  • 2019 ganzjährig: Apple Field Trips für 18 KollegInnen im APPLE Store in Düsseldorf Dauerfortbildung mit der Digitalisierungsgeneralistin der Landeshauptstadt Düsseldorf
  • Makerspace, Raspberry Pi, N.Ehm 2/2019
  • Moodle, KRZN in Kamp-Lintfort, P. Henn 2/2019
  • Informatiktag NRW 2018 Münster am 03/2019: N. Ehm, D. Kreilmann
  • Integration IOS Bildungsbereich, Apple, N. Ehm 2019
  • Apple Innovation in Schule, S. Kremer, M. Vidakovic, S. Kühn 9/2019
  • Medienscouts, Stadt Kaarst und s.i.n.u.s. Netzwerk, M. Claßen-Brinkmann, J. Panske, 5 SchülerInnen 11/2019
  • Mediencafé der Sekundarstufen, Medienzentrum, S. Kühn, 12/2019
  • iPad Schulnetzwerk, R. Zühlke 2/2020

 

3) In welchen Fächern sollen die Tablets eingesetzt werden? (25.04.2020)

Grundsätzlich in allen Fächern, von allen Fachschaften und Lehrkräften. Der Einsatz liegt aber in der Verantwortlichkeit der LehrerInnen. Je nach Stufe und Fach, je nach Reihe und den Einsatzmöglichkeiten wird das Tablet unterschiedlich häufig eingesetzt werden. Wichtig ist uns, dass das Tablet dort eingesetzt wird, wo es den Lernprozess sinnvoll ergänzt und unterstützt und nicht um des Einsatzes Willen benutzt wird.

 

4) Wird es Schulungen zur Bedienung der Software geben? (25.04.2020)

Es wird Medientage und Elternabende geben, an denen den SchülerInnen/Eltern die Bedienung vermittelt wird. Darüber hinaus bilden wir zur Zeit Medienscouts aus (https://www.medienscouts-nrw.de), die bei Problemen unterstützen können. Während des Unterrichts werden die Klassen regelmäßig aktiv angeleitet. Auch in der Lernzeitstunde besteht darüberhinaus die Möglichkeit, seine Kenntnisse zu erweitern. Kinder lernen mit den Lehrkräften, die Rolle der Lehrkräfte wandelt sich auch durch den Tablet-Einsatz.

 

5) Wie plant man, mit dem wesentlich größerem Ablenkungspotenzial eines Tablets z.B. bei Hausaufgaben umzugehen? (25.04.2020)

Jamf School Lehrer, Jamf School Eltern, Jamf School Schüler sind die passenden Steuerungsprogramme, deren Kosten vom Schulträger übernommen werden. Eltern und Schule steuern, was das Tablet darf! (Siehe auch www.jamf.com)

Für den Umgang mit dem Tablet im Unterricht existiert ein Regelwerk, für Pausen gibt es die Schulordnung für digitale Endgeräte.

 

6) Sind die Kinder durch das Tablet im Unterricht nicht sehr abgelenkt? (25.04.2020)

Wir thematisieren den sinnvollen Gebrauch der Geräte mit den Kindern.

Darüber hinaus wird es klare Nutzungsregeln für den Unterricht geben, die zu Beginn von den SchülerInnen und Eltern unterschrieben werden. Bei Missachtung der Regeln folgen entsprechende Konsequenzen.

Außerdem hat jede Lehrkraft eine App, mit der die Nutzung der Tablets genau konfiguriert werden kann. Um eine Ablenkung zu vermeiden, können die Nutzungsmöglichkeiten in jeder Stunde passgenau eingeschränkt werden.

 

7) Verlernen die Kinder die Handschrift? (25.04.2020)

Nein.

Die Kinder schreiben auch weiterhin mit der Hand. Die Kinder nutzen in den meisten Fächern auch ganz traditionelle Schulhefte, in die weiterhin mit Füller geschrieben wird.

Wir haben nur wesentlich mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel:

Einfache Einsetzübungen können mit dem Pencil gelöst werden.

Das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument wird ermöglicht.

Eigene Ergebnisse können schnell mit dem Tablet aus dem Heft abfotografiert und über die schulischen Streamingboxen auf den Monitor projiziert werden. Dadurch ist ein schneller Austausch über Schülerergebnisse möglich. Wie viel einfacher ist es, wenn alle gleichzeitig sehen, was geschrieben wurde, anstatt sich das nur vorlesen zu lassen.

Das handschriftliche Schreiben wird – soweit absehbar – sicher die vorherrschende Schreibform bleiben. Wie im „wirklichen Leben“ werden sich das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen.

 

8) Wie wird sichergestellt, dass die Kinder sich nicht der Diktierhilfe bedienen, um Texte zu erfassen? (25.04.2020)

Hilfsmittel sind die Gegenwart, damit sinnvoll umzugehen, ist ein wichtiges Lernziel. Das gestalten wir didaktisch verantwortungsvoll.

 

9) Werden Hefter durch digitale Mitschriften ersetzt? (25.04.2020)

Das Tablet kann in Verbindung mit dem Eingabestift einen Hefter ersetzen. Die Entscheidung, ob es einen herkömmlichen Hefter oder eine digitale Mitschrift gibt, liegt in der Hand des Fachlehrers. Bei der Führung der digitalen Mitschriften sind die gleichen Standards wie Lesbarkeit, Gliederung, Sauberkeit etc. zu beachten wie bei handgeführten Mitschriften.

 

10) Wie werden Klassenarbeiten durchgeführt? (25.04.2020)

In der Regel analog auf Papier, das wird sich erst in Zukunft weiterentwickeln, ist aber bereits Thema im Schulministerium, z.B. für Abitur- oder zentrale Prüfungen. Portfolioarbeiten, z.B. in WPU II-Fächern wie SpoBiG, sind bereits heute auf dem Tablet möglich/erwünscht.

 

11) Gibt es Studien über die Beanspruchung der Augen, wenn nur mit Tablet gearbeitet wird? (25.04.2020)

Die Studienlage entfaltet sich erst, es liegen aber durchaus erste Ergebnisse vor, die z.B. permanenten Bildschirmkonsum (beides passiert hier nicht: weder permanent, noch Konsum) für Fehlsichtigkeiten verantwortlich machen. Ebenfalls liegen Studien vor, die gerade das nicht belegen. Es bleibt sicher eine Frage der täglichen Nutzungsdauer – und die soll nicht so hoch sein, dass die Kinder/Jugendlichen „nur noch an dem Gerät hängen“.

 

12) Warum Tablets im Unterricht? (25.04.2020)

Unsere SchülerInnen nutzen täglich ihr Smartphone oder Tablet privat für Instagram, WhatsApp, YouTube, Gaming und vieles mehr. Ein Leben ohne Smartphones und Tablets ist aus Sicht der SchülerInnen kaum vorstellbar.

Für das eigene Lernen werden das Smartphone oder das Tablet durch unsere Schüler weitestgehend noch kaum berücksichtigt („Dank“ der Corona-bedingten Schulschließungen 2020 wurden breitere Erfahrungen gemacht.). Der Einsatz im Unterricht oder bei der Bearbeitung von Hausaufgaben begrenzt sich oft auf die Internetrecherche. Das Potenzial, welches Smartphones und Tablets für das eigene Lernen besitzen, wird weitestgehend durch unsere SchülerInnen nicht berücksichtigt.
Durch den Einsatz von Tablets in Verbindung mit geeigneten Apps lassen sich Lernergebnisse verbessern und Unterrichtsprozesse unterstützen sowie optimieren. Weiterhin wird der professionelle Umgang mit den digitalen Medien gefördert, der unsere SchülerInnen auf ihre Zukunft in Studium und Beruf vorbereitet.

 

13) Viele Studienergebnisse stellen dar, dass Lerninhalte durch Tablets nur ins Kurzzeitgedächtnis gelangen, während das Lernen mit Büchern im Langzeitgedächtnis verankert wird. Welche Gegenmaßnahmen werden vorgeschlagen? (25.04.2020)

Das Tablet ergänzt, soll nicht ersetzen! Lernprozesse ändern sich, das ist ganz natürlich. Auch das Leseverhalten Erwachsener verändert sich. Heute lesen z.B. viele die Zeitung digital, nutzen selbstverständlich, als „Digital Immigrants“, Social Media und Messengerdienste. Die nächste Zukunft wollen wir gestalten, nicht einfach geschehen lassen.

Die Langzeitgedächtnisverankerung hängt von der Intensität der intellektuellen Beschäftigung mit dem Lerngegenstand ab. Verwendet der/die Lernende nur einen Lernweg, bleibt der Lernprozess oberflächlicher, als wenn man mehrere Lernwege nutzt - insbesondere das selbstständige kombinierte Handeln mit Hirn (Denken), Herz (Empfinden) und Hand (Handeln) gemeinsam ist erfolgreich. Der/die Lernende sollte immer wahrnehmen (z.B. lesen, zuhören), rekapitulieren (z.B. wiederholend lesen, sprechen, schreiben), reorganisieren (z.B. exzerpieren, mit eigenen Worten und Handlungen zusammenfassen), anwenden (z.B. vertiefende Hausaufgaben durch eigenes Handeln anfertigen durch Schreiben, Skizzieren, Erstellen von Mind Maps, Lernvideos, Stop Motion-Filmen), transferieren (z.B., eigenständiger Text, selber Aufgaben entwerfen, Interview vorbereiten, durchführen und auswerten, kritisch hinterfragen) und schließlich selber etwas Aktives mit dem Gelernten tun, am besten in der eigenen Lebenswelt.

 

14) Apps (25.04.2020)

Die für den Unterricht notwendigen Apps unterscheiden sich von Stufe zu Stufe und von Fach zu Fach. Die Apps sind in der Regel kostenfrei. Kostenpflichtige Apps werden für die Dauer des Schulbesuches von der Schule kostenfrei zur Verfügung gestellt (Teilnahme am VPP (Volume Purchase Program) der Stadt Neuss).

Verwendete Apps können z.B. sein:

Keynote: Präsentation mit Hand-, Druckschrift, Videos, Ton
Pages: Bild- und Textpräsentation (auch Videos und Audiodateien)
Kamera: Fotos und Filme erstellen
GeoGebra: dynamische Geometriesoftware
iMovie: Fotos und Filme bearbeiten
Clips: Kurze Filme erstellen
StopMotion: StopMotion Filme erstellen
HP Reveal: Virtual Reality App z.B. im Einsatz für eigene Mathe-Lernvideos
Book Creator: Interaktives Buch mit Text, Fotos, Videos, Stimme erstellen
PuppetPals: Animierte Videos mit Comicfiguren oder eigenen Fotos
Kahoot: Quiz zu Fachfragen selber erstellen und spielen
Quizlet: Vokabeln in Wort und Ton lernen und sein Wissen testen
Pons Übersetzer: Wörter übersetzen und aussprechen lassen
Google Maps und Google Earth: Schnell und einfach die Welt erkunden
Swift Playgrounds: Coding App
Explain Everything: Erstellung interaktiver Whiteboards und Screencasts.
(Ein Whiteboard ist eine elektronische Tafel, die von allen Teilnehmern der virtuellen Sitzung eingesehen und bearbeitet werden kann. Das Whiteboard ermöglicht es, Zeichnungen zu skizzieren oder Texte einzugeben. Ein Screencast ist eine digitale Präsentation, die nachträglich jederzeit erneut betrachtet werden kann.)

 

15) Wie häufig wird das Tablet im Unterricht eingesetzt? (25.04.2020)

Das Tablet ist für uns ein ganz normales Werkzeug, das dort eingesetzt wird, wo es Sinn ergibt. Das kann manchmal nur fünf Minuten in einer Stunde sein, zu anderen Gelegenheiten aber auch schon mal länger. Hier entscheidet jede Lehrkraft über einen didaktisch sinnvollen Einsatz des Geräts.

Die Fachschaften der einzelnen Fächer erstellen auf Grundlage der NRW-weiten Vorgaben bis Januar 2020 für die Jgst. 5/6 und bis Mai 2020 für die Jgst. 7/8 hausinterne Lehrpläne, in denen anhand des Medienkompetenzrahmens insbesondere der Einsatz digitaler Medien konkret geregelt wird. Dabei wird besonderer Wert auf den pädagogisch und didaktisch sinnvollen Einsatz der 1:1-Tablets gelegt.

 

16) Spielen die Kinder nicht nur noch mit dem Tablet? (25.04.2020)

Nach unseren bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass die Kinder das Tablet zunehmend als Arbeitsgerät wahrnehmen. Natürlich werden die Kinder auch noch damit spielen, aber sehr häufig sind eher sinnvolle und kreative Arbeiten mit dem Gerät verbunden. Die Evaluation der Tablet-Profilklasse ergab: Überwiegend spielen die Kinder mit ihrem privaten Smartphone, nicht mit dem schulisch zu nutzenden Tablet.

Um zusätzlich das Nutzungsverhalten des Kindes (z.B. in der Schlafenszeit) zu regulieren, haben Eltern die Möglichkeit, sehr genau festzulegen, wann das Gerät benutzt werden kann. So können etwa Eltern festlegen, dass in den Nachtstunden das Gerät deaktiviert ist oder nur noch den Wecker zeigt.

Auch während der Hausaufgabenzeit lassen sich beispielsweise die sichtbaren Apps einschränken. Dadurch erhalten Eltern eine große Kontrollmöglichkeit, um ihre Kinder vor zu häufiger privater Nutzung des Tablets zu schützen.
Des Weiteren können Eltern für jede App-Gattung (z.B. Spiele, Social Media, etc.) die maximale Zeitdauer pro Tag festlegen, die das Kind das Gerät zu diesem Zweck benutzt.

 

17) Brauche ich immer noch Bücher? (25.04.2020)

Nicht in allen Fächern ist der Einsatz eines digitalen Schulbuches sinnvoll. In den Fällen, in denen es uns sinnvoll erscheint und die Kosten in einem verträglichen Rahmen bleiben (für die Schule und für die Eltern), werden sie ihren Einsatz finden. In welchem Umfang dies möglich und sinnvoll ist, wird die Entwicklung bei den Verlagen und der Alltag erst zeigen.

Die Evaluation der Tablet-Profilklasse ergibt: Teilweise kann schon aktuell auf das Hin- und Hertragen des Schulbuches verzichtet werden, da entweder in der Schule oder zu Hause das Tablet ersatzweise zum Einsatz kommt. Die Reduktion des Schultaschengewichts ist ein mittelfristiges Ziel.

 

18) Ändert sich etwas im Format der Klassenarbeiten? (25.04.2020)

Die Arbeit mit dem Tablet dient zunächst der Vorbereitung von Klassenarbeiten, die weiterhin auf Papier geschrieben werden. Das Tablet kann aber ggf. als Hilfsmittel (Taschenrechner, Wörterbuch) verwendet werden.

 

19) Welche Verhaltensregeln gibt es in den Pausen? (25.04.2020)

Während der Pausen bleiben die Tablets in der Tasche. Die Pausen bleiben also „tabletfrei“. Sollte die Tasche in der Pause nicht mitgetragen werden wollen, kann sie im Schließfach gelagert werden. Dazu wird es ab dem kommenden Schuljahr eine ausreichende Anzahl an Spinden geben.

 

20) Wie gehen wir mit der Medienkritik um? Hinterfragen wir diese neue Technologie auch ausreichend? (25.04.2020)

Die Schule bietet die idealen Rahmenbedingungen, um einen kritischen und kompetenten Umgang mit neuen Medien zu erlernen. Zudem wird das Thema zunehmend auch Unterrichtsgegenstand. Unsere Curricula werden in allen Fächern modifiziert und auf die Herausforderungen des digitalen Lernens angepasst.

 

21) Werden mit der Einführung der Tablets auch direkt adaptive Lernsysteme genutzt? (25.04.2020)

Der Einsatz von adaptiven Lernsystemen ist zurzeit nicht geplant.

 

22) Wann wird die Tabletnutzung in die Lehrpläne implementiert? (25.04.2020)

Die Implementation wird gerade überarbeitet und an dieser Stelle, sowie unter der Rubrik Unterrichtsinhalte auf der schulischen Homepage veröffentlicht.

 

23) Wie erfolgt die Umsetzung in gemischtem Klassen aus „Tabletbesitzern“ und „Nicht-Tabletbesitzern“? (25.04.2020)

Nicht-Tabletbesitzer werden nicht benachteiligt, alle Lerninhalte werden für diese Kinder auch in einer Variante ohne Tablet aufbereitet, ggf. kann für einzelne Unterrichtseinheiten auf ein Pool-Gerät der Schule zurückgegriffen werden. Bei manchen Hausaufgaben muss evtl. das eigene oder elterliche Smartphone o. ä. genutzt werden.
Vorteile: Klassenverband bleibt erhalten; nachträglicher Umstieg eines Kindes auf das standardisierte Schüler-Tablet ist möglich.
Nachteile: erheblicher Mehraufwand der Lehrer, da sie viele Unterrichtsinhalte doppelt vorbereiten müssen, einmal für das standardisierte Schüler-Tablet und einmal z. B. als Arbeitsblatt.

24) Warum hat die Schule nicht reine Tabletklassen gebildet und solche ohne Tabletnutzung? (25.04.2020)

Eine klassenweise Aufteilung der „Tabletbesitzer“ und der „Nicht-Tabletbesitzer“ nach der 6. Klasse würde zwar auch Vorteile, aber ebenfalls gravierende Nachteile bringen.

Vorteile: klare Einteilung in Tabletklassen und Nicht-Tabletklassen; Lehrer können sich auf die gegebene Medienausstattung der Klasse einstellen; nach der 6. Klasse gibt es möglicherweise einige Abgänger und damit Veränderungen im Klassenverband.
Nachteile: Latein-Plus-Klasse kann nicht geteilt werden (Nicht-Tabletnutzern bliebe hier nur der Schulwechsel); Eine Umverteilung in neue Klassen würde zu einem Aufreißen des gerade gewachsenen Klassenverbandes führen.

Das Ergebnis der Elternumfrage führte zu der Entscheidung, die Klassen so zu belassen, wie sie jetzt sind und sie nicht auseinanderzureißen.

 

25) Wie hoch ist die zeitliche Nutzung pro Schultag? Gibt es eine festgelegte Dauer für die Nutzung in der Schule und zu Hause? (25.04.2020)

Eine festgelegte Dauer für die Nutzung für jeden einzelnen Schüler ist aufgrund vielfacher Gründe nicht möglich.
Die Nutzungsdauer pro Tag ist allein schon von der Kurswahl eines Einzelnen abhängig.
Jede Lehrkraft sollte zudem eigenständig entscheiden dürfen, das Tablet an diesem Tag im Unterricht einsetzen zu dürfen oder nicht. Eine Absprache der Lehrkräfte untereinander ist zwar vorgesehen, aber eine Verschiebung des Tableteinsatzes ist nur bedingt möglich. Jeder sollte das Gerät dann einsetzen dürfen, wenn es aus seiner Sicht einen Mehrwert bringt.
Unabhängig davon sollte die Klasse aber den KlassenlehrerInnen eine Rückmeldung geben, sollte das Tablet aus Sicht der Klasse zu oft (oder zu selten) eingesetzt werden. Wir bleiben über die aktuellen Entwicklungen grundsätzlich in Kontakt und handeln pädagogisch verantwortlich.

 

26) Warum wählt man iPads anstelle von Microsoft Tablets, die den Umgang mit den im Arbeitsleben verbreiteteren PC-Betriebssystemen schulen? (25.04.2020)

Dies ist eine Schulträgerentscheidung, die auf nachvollziehbaren Kriterien beruht, wie Sicherheit des geschlossenen Systems und der weit vorangeschrittenen Entwicklung des Apple-Tablets als Unterrichtsmittel.

Für die gestellten Anforderungen wird ein Gerät benötigt, das mobil und leicht ist, damit man das Werkzeug dort hat, wo man lernt – und nicht zum Lernen zum Werkzeug gehen muss. Insofern würden sich also Notebook, Tablet-PC und Smartphone als mögliche Hardware qualifizieren.

Der Bildschirm sollte so groß sein, dass auch ganze DIN A4 Seiten noch lesbar sind. So können auch z. B. Arbeitsblätter mit Text und Bild oder Mindmaps übersichtlich erstellt werden. Dies spricht, neben noch anderen Gründen, gegen eine „Bring your own Device“- Lösung via Smartphone.
Damit dieser digitale Lernbegleiter mindestens fünf Jahre zuverlässig funktioniert, die täglichen Transporte in der Schultasche verträgt sowie auch noch nach Jahren eine ausreichende Akkuleistung hat, entfallen bestimmte sehr preiswerte Geräte. Damit das Gerät schnell einsatzbereit ist, muss es einen leistungsfähigen Prozessor und eine gute Speichermöglichkeit wie zum Beispiel eine sichere Cloud haben. Notebooks, die diese Anforderungen erfüllen (Ultrabooks aus dem Businessbereich), verursachen hohe Anschaffungskosten. Damit bleiben nur noch Tablets guter Qualität als mögliche Arbeitsgeräte. Bei dieser Geräteklasse ist es zudem besonders einfach, Medien unterschiedlicher Art (Bild, Video und Audio) zu erstellen.
Die Bordmittel sind krisenfest und stabil. Die App-Umgebung für den Schulbereich ist unvergleichlich weit entwickelt und ausdifferenziert. Das iPad mag teuer sein, aber es ist wegen der Qualität auch preiswert im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt durch die Technik keine Zeitverluste durch Hochfahren und Updatezeiten im Unterricht. Es gibt zudem weitreichende Erfahrungen anderer Schulen in Deutschland und Europa mit genau diesem Werkzeug.
Da Lehrkräfte in mehreren Jahrgangsstufen unterrichten, sollte sichergestellt sein, dass Tablets der letzten vier bis fünf Jahre mit der gleichen Version des Betriebssystems betrieben werden können, damit Lehrkräfte und Schüler/innen in unterschiedlichen Jahrgängen die gleichen Oberflächen und Funktionen haben. Dies ist bei Androidgeräten, zumindest bis jetzt, nicht gegeben, bei iPads schon.
Daher sind wir unabhängig von der Entscheidung des Schulträgers der Meinung, dass ein iPad den notwendigen Anforderungen, die wir stellen, am besten entspricht.

 

27) Wie werden die Geräte administriert? (25.04.2020)

Bei der großen Anzahl von Geräten kann dies nur über eine professionelle Managementlösung erfolgen (Mobile Device Management, MDM). Die gesamte MDM-Leistung wird vom Schulträger organisiert und bezahlt. Schon vor Auslieferung der Geräte an die SchülerInnen werden die Geräte bei der MDM-Lösung registriert und so bei Ausgabe mit Software und notwendigen Lizenzen ausgestattet.

Damit die zukünftige Verwaltung und Versorgung der Tablets mit Updates und Software möglich ist und für die Verwendung von Steuerungssoftware im Unterricht und in Prüfungssituationen, müssen sie in den „supervised mode“ gesetzt werden. Die Geräte holen sich dann bei Verbindung mit dem Internet Software und Einstellungen, die für das jeweilige Gerät vorgesehen sind. Über Profile werden die Geräte jahrgangsweise so eingestellt, wie es am sinnvollsten ist.

Durch die Verwendung einer eigenen privaten Apple-ID ist es zusätzlich möglich, selbstständig Apps auf dem Gerät zu installieren. In welchem Maße dies geschieht, liegt damit in der Hand der Eltern.

 

28) Wie werden die Daten/Unterrichtsmaterialien abgelegt, lokal oder zentral? (25.04.2020)

Die Daten werden in einer DSGVO-konformen Cloud gespeichert. Der Space in der Cloud ist für die SchülerInnen kostenlos, da der Apple Schoolmanager vom Schulträger eingesetzt wird.

 

29) Warum ist ein eigenes Tablet sinnvoller als ein iPad-Koffer, den die Lehrkraft ausleihen kann? (25.04.2020)

Dieses hat mehrere Gründe.

Zum einen kostet das Holen der Koffer, das Austeilen und Einsammeln der Geräte, sowie das Wegbringen der Koffer Zeit. Diese ist nicht zu vernachlässigen und geht in großem Maß von der Unterrichtszeit ab.

Die eigenen Geräte sind flexibler, zeitschonender und auch mal spontan einsetzbar.

Die Geräte aus dem iPad Koffer „gehören niemandem“, so dass der Umgang damit leider nicht so sorgfältig ist, wie mit einem eigenen Gerät. Dies betrifft auch das unerlaubte Anfertigen von Bildern und Videos, die dann auf den Geräten gespeichert sind und von anschließenden NutzerInnen ungewollt gesehen werden. Unangemessene Inhalte lassen sich nur mit großem Zeitaufwand bei der Kofferlösung nachvollziehen und ahnden.

Die Umsetzung des Medienkompetenzrahmens ist mit individuell zugeordneten standardisierten Schüler-Tablets wesentlich vertiefter zu erfüllen.

Zudem sind eigene Geräte zu Hause für Hausaufgaben, zur Vor- und Nachbereitung von Leistungsüberprüfungen, sowie für den privaten Kontext nutzbar. Langfristig wird der Tornister durch die Benutzung digitaler Bücher leichter.

 

30) Apple-ID und E-Mail-Adresse? (25.04.2020)

Bei den Geräten wird eine schulbezogene Apple-ID eingerichtet, um zum Beispiel an gemeinsamen Dokumenten arbeiten zu können oder eine Austauschplattform wie z.B. iTunes U nutzen zu können. Mit der Apple-ID kann eine kostenlose E-Mail-Adresse eingerichtet werden. Eine persönliche E-Mail-Adresse ist notwendig, um die Stundenplan-App WebUntis oder auch die Lernplattform Moodle nutzen zu können.

 

31) Private Apps und Spiele (25.04.2020)

Private Apps oder Spiele können über die private Apple-ID installiert und genutzt werden, soweit diese nicht den Unterrichtseinsatz des Gerätes stören. Spiele, Social Media etc. sind während des Unterrichts nicht erlaubt. Zuwiderhandlungen werden gemäß der Schulordnung von der Schulleitung konsequent geahndet.

 

32) Wie ist die Schule ausgestattet? (25.04.2020)

Seit November 2018 haben sich die Lehrkräfte auf ein standardisiertes Arbeitsgerät geeinigt und dieses angeschafft. Inzwischen liegt die Nutzung der Geräte im Unterricht bei 100% des Kollegiums.

Darüber hinaus ist jeder Raum seit 2017 mit einem Monitor oder Beamer, sowie seit 2018 mit der Streamingbox Apple-TV ausgestattet. In einigen Räumen ergänzen Dokumentenbetrachter von ELMO die Ausstattung der Räume.

Das WLAN ist flächendeckend und deckt den derzeitigen Traffic innerhalb der Schule ab. Eine Richtfunkstrecke zur Anbindung der Turnhalle ist eingerichtet. Das „Nadelöhr“, d.h. die fehlende Bandbreite zum Internet, soll durch eine Glasfaser-Anbindung bis spätestens Herbst 2020 beseitigt werden. Damit wären dann auch die technischen Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau der Digitalen Schule gegeben.

 

33) Welcher Schutz der Geräte ist vorgesehen? (25.04.2020)

Die Tablets erhalten zwingend eine Hülle, die vor Stürzen aus ca. 1,5m Höhe schützen soll. In der Tablet-Pilotklasse 2018/19 haben sich diese Hüllen bewährt.

 

35) Welche Vorkehrungen gibt es im Hinblick auf mögliche Tablet-Diebstähle? (25.04.2020)

Die Tablets verbleiben in den Pausen in den Taschen im Flur, der beaufsichtigt wird. Zudem besteht die Möglichkeit, das Tablet in einen Spind zu schließen. Sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen, greift die Versicherung (siehe Antwort 43). Da die Geräte zentral verwaltet werden, kann im Falle eines Verlustes das Gerät, sobald es im WLAN ist, geortet, gesperrt und/oder komplett gelöscht werden. Das Gerät wird dadurch für einen möglichen Dieb wertlos. Die Anzahl der Schließfächer in der Schule wird 2020 in etwa verdoppelt.

 

36) Ist eine digitale Kommunikation zwischen Lehrkräften und SchülerInnen möglich (z.B. Verschicken von Aufgaben, Materialien oder Referaten)? (25.04.2020)

Ja! Die Programme a) WebUntis, b) WebUntis Messenger, c) Moodle und d) weitere Lernplattformen werden bereits genutzt ( a) bis c) in der Lehrer-SuS-Kommunikation, d) in der Lehrer-Lehrer-Kommunikation). Das wird durch die 1:1-Lösung noch besser möglich. Durch das Home-Schooling während der Corona-bedingten Schulschließung ist auch der Einsatz verschiedener Videokonferenz-Tools (Zoom, Jitsi Meet, Cisco Webex, Skype, Microsoft Teams u.ä.m.) geübte Praxis, die durch die Verwendung des standardisierten Schüler-Tablets noch effektiver wird, da langfristig alle SchülerInnen das gleiche Gerät zur Verfügung haben.

 

37) Kann ich das Gerät auch privat zu Hause nutzen? (25.04.2020)

Das standardisierte Schüler-Tablet ist in erster Linie ein Arbeitsgerät für die Schule und Hausaufgaben, das morgens ausreichend geladen mitzubringen ist. Darüber hinaus kann es privat genutzt werden, solange der schulische Einsatz nicht beeinträchtigt wird (z. B. freier Speicherplatz).

Die Tablets sind sogenannte DEP-Geräte. Dadurch entsteht auf Grundlage einer Nutzungsvereinbarung zwischen den Eltern und dem städtischen IT-Dienstleister der doppelte Nutzen als Schulgerät mit vollumfänglicher Einbindung in die schulische Endgeräteverwaltungsumgebung bei zugleich vollumfänglicher privater Nutzung ohne Steuerungs- oder Kontrolloption in diesem Bereich durch die Schule.
Die hier beschriebene Vorgehensweise ist durch die zuständige Schulaufsicht genehmigt und ausdrücklich begrüßt worden.

 

38) Wie wird verhindert, dass die Schüler im Unterricht unbemerkt im Internet surfen oder Messengerdienste nutzen? (25.04.2020)

Die Lehrkraft kann die zu benutzenden Programme durch die schulische Steuerungssoftware temporär einschränken, das Internet freigeben oder sperren. Zudem kann über eine White-List in einem MDM-Profil festgelegt werden, welche Apps während der Unterrichtszeit zur Verfügung stehen. Dadurch, dass die Geräte flach sind und kein hochstehendes Display haben, wie es bei Notebooks der Fall ist, kann auch leichter eingesehen werden, ob jemand sein Tablet aktiv hat. Liegen sie auf dem Tisch mit Klappe auf dem Display oder mit Display nach unten, ist schnell zu sehen, dass kein Gerät in Aktion ist.

 

39) Wie wird mit den Bedenken in Bezug auf die Strahlung umgegangen? (25.04.2020)

Die Sendeleistung der standardisierten Schüler- Tablets ist deutlich geringer als bei Smartphones, da keine SIM-Karten verbaut sind. Je nach Informationsquelle beträgt die WLAN-Strahlung nur ein Zehntel bis ein Hundertstel der eines Smartphones. Hinzu kommt noch, dass Smartphones dicht am Körper getragen werden. Die WLAN-Module im Tablet sind zudem abschaltbar bzw. gehen bei Nichtbenutzung in den Stand-by-Modus, was die Belastung nochmals deutlich verringert.

 

40) Warum favorisiert die Schule die Anschaffung von elternfinanzierten Tablets und schafft diese nicht aus den Mitteln des Digitalpakts an? (25.04.2020)

Wofür die Gelder aus dem Digitalpakt ausgegeben werden dürfen, ist ganz klar vorgegeben. Laut Schulträgerentscheidung dürfen die Mittel nicht für Geräte verwendet werden, die in die Hand einzelner Schüler gehen. Finanziert werden Präsentationsmedien, wie z.B. Monitore oder Active Boards oder z.B. Anschaffungen im Bereich Coding. Genaueres erfahren Sie unter: https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php 

 

41) Wer erlangt das Eigentum an den Geräten? (25.04.2020)

Die Eltern kaufen oder leasen die Geräte. Nach Ablauf der schulischen Nutzungsdauer oder bei Schulwechsel fallen die Geräte aus dem Software-Management des Schulträgers und sind weiterhin völlig frei privat nutzbar.

 

42) Wie sieht es mit Rabatten bei einer Gruppenbestellung aus? (25.04.2020)

Die Tablets werden aus beliebigen Beschaffungsquellen angeschafft. Die Schule wird nicht wirtschaftlich tätig, die Schule unterbreitet keine Vorauswahl der Anbieter. Den Eltern ist es aber unbenommen sich zu Gemeinschaften zusammenzuschließen und gemeinsam zu verhandeln und einzukaufen, um etwaige Vorteile aus Gruppenbestellungen zu generieren. Der Vorstand der Schulpflegschaft hat zur Vorbereitung der notwendigen Abläufe eine Gruppe Elternvertreter beauftragt. Diese Gruppe informiert über Möglichkeiten der Beschaffung und individueller Spezifikationen der Schüler-Tablets.

 

43) Wie sehen die Versicherungsmodalitäten aus? (25.04.2020)

Die Frage der Versicherung ist kompliziert – wie das Versicherungsrecht. Es gibt keine Versicherung, die alle Eventualitäten absichert. Wenn ein anderes Kind das Tablet beschädigt, zahlt die Haftpflichtversicherung des anderen Kindes. Wenn sich das Tablet in einem abgeschlossenen oder überwachten Raum in der Schule befindet, gibt es Versicherungsschutz. Man kann es evtl. auch über die private Handyversicherung absichern.
Allerdings ist sowohl in der Tablet-Testklasse als auch nach Angaben der GFDB bislang noch nie der Fall eingetreten, dass die Diebstahlversicherung für ein gestohlenes Tablet aufkommen musste. Diebstahl ist auch dadurch unattraktiv, dass das Tablet zentral gesperrt und dadurch unbrauchbar gemacht werden kann.
Mit Einführung der Tablets wird die Schule sich nochmal neu mit der Frage, wie man weitere beaufsichtigte Räume schaffen kann, auseinandersetzen.

 

44) Ich habe schon ein Tablet. Kann ich mein vorhandenes Tablet benutzen? (25.04.2020)

Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass alle in der Klasse bzw. des Jahrgangs das gleiche Gerät haben sollten. Andernfalls gibt es leicht Kompatibilitätsprobleme bei Software, die den Unterrichtsfluss deutlich behindern. Verhindert werden sollten ebenfalls unangenehme und schädliche Nebeneffekte, wie soziale Stigmatisierungen, die durch unterschiedliche Preisklassen oder Images der Geräte entstehen könnten.

Einheitliche Geräte bieten zudem die Möglichkeit einer zentralen Administration, wodurch das schulische Gerätemanagement in vertretbarem Rahmen bleibt. Man ist so in der Lage, die Geräte zu konfigurieren, ohne sie dazu in die Hand nehmen zu müssen. Durch eine Vorkonfiguration können sich die Geräte beim ersten Einschalten mit dem voreingestellten WLAN verbinden und sich die zugeordneten Profile und Apps vom MDM-System (Mobile Device Management) herunterladen.

Eine Einbindung bereits vorhandener Tablets ist nur sehr aufwendig möglich, da die Geräte in ein DEP (Device Enrollment Program) eingebunden werden müssen, um von der Schule verwaltet werden zu können. Die Geräte müssen dafür einzeln in unser MDM-Programm aufgenommen werden und dürfen danach 30 Tage lang nicht benutzt werden, bis die Änderungen permanent sind. Um dies sicherzustellen, müssten die Geräte solange in "Quarantäne" und stünden dem Benutzer nicht zur Verfügung. Die dabei anfallenden IT-Service-Kosten müssten zusätzlich getragen werden. Diese Möglichkeit erscheint eher theoretischer Natur zu sein

Ferner gibt es für die DEP-Tablets ein Programm, um Volumenlizenzen (VPP) zu verwenden. Damit können zentral Lizenzen gekauft und auf die Geräte verteilt werden. Werden die Lizenzen nicht mehr auf einem Gerät benötigt, können sie auf einem anderen Gerät installiert werden.
Da Geräte und Benutzer auf den Geräten mit einer MDM Lösung verwaltet werden, braucht der einzelne Schüler bzw. die einzelne Schülerin keine eigene Apple-ID.
Wenn Sie selber Apps für den privaten Gebrauch aufspielen wollen, brauchen Sie eine eigene Apple-ID. Es sind auch Familien-Apple-IDs möglich, bei denen vor Installation der Apps durch die Kinder die Eltern zustimmen müssen.

 

45) Warum wird keine Möglichkeit angeboten, sein existierendes Gerät um die entsprechenden Apps zu erweitern und für den Schulbetrieb zu nutzen? (25.04.2020)

Eine Einbindung bereits vorhandener Tablets ist nur sehr aufwendig möglich, da die Geräte in ein DEP (Device Enrollment Program) eingebunden werden müssen, um von der Schule verwaltet werden zu können. Die Geräte müssen dafür einzeln in unser MDM-Programm aufgenommen werden und dürfen danach 30 Tage lang nicht benutzt werden, bis die Änderungen permanent sind. Um dies sicherzustellen, müssten die Geräte solange in "Quarantäne" und stünden dem Benutzer nicht zur Verfügung. Die dabei anfallenden IT-Service-Kosten müssten zusätzlich getragen werden. Diese Möglichkeit erscheint eher theoretischer Natur zu sein

Die Geräte werden vom Schulträger softwaremäßig gemanagt. Darüber ist auch eine sorglose Update-Routine gewährleistet. Zudem sollen alle Kinder/Jugendlichen das gleiche Gerät zur Verfügung haben, nicht abhängig sein vom Geldbeutel der Eltern. Es ist ein Arbeitsgerät, das vornehmlich für schulische Zwecke wie Unterricht und Hausaufgaben Verwendung finden soll. Privates Nutzen ist erlaubt, aber nicht das vorrangige Ziel.

 

46) Warum wäre es sinnvoll die ganze Jahrgangsstufe mit Tablets ausstatten? (25.04.2020)

In den Mischkursen, wie der zweiten Fremdsprache, Religion, Philosophie und den WP II – Fächern gäbe es immer Kinder mit und welche ohne Tablet. Das führt zu Schwierigkeiten bei der Gestaltung des Unterrichts.

In der Oberstufe würden sich Probleme ergeben, da dann in den Kursen SchülerInnen mit und ohne Tablet zusammenkommen.

Der vielleicht wichtigste Grund ist aber: Wir glauben an die Möglichkeiten, die sich durch die Tablets für den Unterricht ergeben, so dass wir allen SchülerInnen den Zugang zu einer zeitgemäßen Bildung ermöglichen wollen.

 

47) Welche zusätzlichen Anschaffungen sind voraussichtlich notwendig? (25.04.2020)

Ihr Kind benötigt noch Kopfhörer.

Der Kauf des Taschenrechners zum Preis von ca. 100€ entfällt. Stattdessen werden wir mit der sehr viel komfortableren App nSpire GTR zum Preis von 32,99€ arbeiten.

 

48) Benötigt man noch einen Taschenrechner? (25.04.2020)

Das Tablet ersetzt den Taschenrechner komplett. Als Taschenrechnerersatz wird vermutlich die App nSpire GTR zum Einsatz kommen. Die Kosten hierfür betragen nur einen Bruchteil des Taschenrechners und betragen einmalig 32,99€. In Prüfungssituationen wird das Tablet in den Klausurmodus gesetzt, so dass nur noch diese App verwendet werden kann.

 

49) Warum wird das Tablet erst ab Klasse 7 eingeführt? (25.04.2020)

Ein Einsatz schon in den Klassenstufen 5 oder 6 erscheint uns, zumindest zurzeit, aus pädagogischen Gründen als zu früh, obgleich es auch hierfür Argumente und Studien gibt. Über die unterrichtliche Nutzung der iPad-Koffer werden jedoch auch schon in der Erprobungsstufe medienpädagogische Kompetenzen der SchülerInnen aufgebaut.

So wird der Übergang von Grundschule zum Gymnasium sanft gestaltet und dabei auf bereits erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten der Kinder eingegangen und diese schrittweise ausgebaut. Das Reflexionsvermögen und die notwendige Kritikfähigkeit gegenüber Medien werden bis zur Jgst. 7 deutlich weiterentwickelt, sodass die Mediennutzung ab dann deutlich reflektierter und kritisch erfolgt.

 

50) Besteht die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung? (25.04.2020)

Ein Grundpfeiler bei der Einführung von standardisierten Schüler-Tablets am Gymnasium Norf ist Chancengleichheit. Kein Kind soll aufgrund der finanziellen Situation von der Arbeit mit einem eigenen Schüler-Tablet ausgeschlossen werden. Familien, die staatliche Sozialleistungen erhalten, können öffentliche Gelder beantragen (Details dazu werden gerade erarbeitet). Auch andere Familien, die sich von der Tabletanschaffung finanziell überfordert fühlen, können unterstützt werden. Das kann ein finanzieller Zuschuss des Fördervereins sein oder auch eine 100%ige Kostenübernahme in besonderen Fällen durch andere Fördertöpfe. Auch die Versorgung mit einem Tablet aus dem Schulbestand ist möglich. Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Müller () wird in vertrauensvoller und diskreter Besprechung mit Ihnen Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.

 

51) Entstehen meinem Kind Nachteile, wenn wir kein Tablet bestellen? (25.04.2020)

Kinder, deren Eltern kein standardisiertes Schüler-Tablet wünschen, bekommen gleichwertige Unterrichtsmaterialien in analoger Aufbereitung oder – sofern auch bislang schon eine digitale Unterrichtsgestaltung aus didaktischer Sicht unabdingbar war – für einzelne Unterrichtsvorhaben Tablets aus dem Schulbestand, die allerdings ausschließlich in der Schule genutzt werden dürfen.

In den Klassen mit niedriger „Tablet-Quote“ erhalten die Kinder mit Schüler-Tablet die Möglichkeit ihr standardisiertes Schüler-Tablet im Unterricht immer dann zu nutzen, wenn dies die unterrichtende Lehrkraft erlaubt. Der Unterricht wird in diesen Klassen aber zunächst auf Grundlage bestehender, in erster Linie analoger Angebote gestaltet.

 

52) Darf ich mein Kind auch mit einem höherwertigen iPad-Modell als dem vorgegebenen ausrüsten (z. B. mit einem iPad Pro?) (14.05.2020)

Nein, zunächst ist aus didaktischen und praktischen Gründen eine einheitliche Ausstattung erwünscht. Darüber hinaus liegt und die Chancengleichheit stark am Herzen, so dass wir ein standardisiertes Schülertablet vorgeben.
Falls Sie dennoch ein anderes digitales Arbeitsgerät (iPad Pro, MacBook, Geräte anderer Hersteller) für Ihr Kind anschaffen möchten, kann dieses Gerät, bei Einverständnis der jeweiligen Lehrkraft, im Unterricht genutzt werden. Eine Einbindung in unser standardisiertes MDM oder das schulische W-LAN erfolgt jedoch nicht.

 

53) Warum ist der Logitech Crayon vorgegeben (und nicht z. B. der Apple Pencil)? (14.05.2020)

Der Logitech Crayon ist wesentlich günstiger und kann zudem an allen anderen Tablets ohne Kopplung genutzt werden. Dadurch sind z.B. Partnerarbeiten einfacher. Für Kunstkurse gibt es schuleigene Apple Pencils, die zum Zeichnen genutzt werden können.
Falls bereits ein Apple Pencil vorhanden ist, kann dieser zunächst genutzt werden. Sollte sich im Laufe der Zeit herausstellen, dass bestimmte Funktionen des Logitech im täglichen schulischen Einsatz fehlen würden, kann der Logitech nachgekauft werden.

 

Angestrebter Zeitplan (25.04.2020)

  • Einführung von standardisierten Schüler-Tablets noch in diesem Schuljahr in allen Klassen der aktuellen Jahrgangsstufen 6 bis 9 sowie der Oberstufe. Nach einer von den Eltern in Eigenregie durchgeführten Befragung im Februar 2020 ist zu erwarten, dass insbesondere in den Klassen der Jahrgänge 6, 7 und 8 die Anzahl der freiwillig angeschafften standardisierten Schüler-Tablets („Tablet-Quote“) so hoch sein wird, dass dieses persönliche Arbeitsgerät ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichtsaufbaus sein wird. In diesen Klassen wird das Lehrerkollegium schwerpunktmäßig die Nutzung des individuellen Schüler-Tablets forcieren.
  • Veranstaltungen für SchülerInnen und Eltern zur Tabletnutzung zeitlich nah zu der Ausgabe der Geräte
  • Ab dem kommenden Schuljahr: Einführung eines standardisierten Schüler-Tablets für alle Klassen der Jahrgangsstufe 7, je nach Elternvotum dann entsprechender Einsatz im Unterricht. Für Eltern jeder Jahrgangsstufe, die zum Zeitpunkt der geplanten Bestellung noch nicht sicher waren, ist eine Teilnahme an diesem Bestellvorgang möglich.

 

Ich habe noch Fragen, die nicht beantwortet wurden.

Lesen Sie unser Medienkonzept, dort haben wir die Digitalisierung am Gymnasium Norf ausführlich beschrieben. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an

 

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